Donnerstag, 29. September 2011

Meine alte Nähmaschine...

...habe ich aus ihrem Dornröschenschlaf befreit.
Früher habe ich recht viel genäht, mit einer alten Singer zum Treten. Dann mußte mal eine neue Nähmaschine her.
Nur so einfach konnte man nicht in den Laden gehen und eine kaufen. Bestellen konnte man sie auch nicht. Also wer da war bekam eine.
Mein Mann hat es dann 1984 geschafft der Dritte in der Schlange zu sein und brachte stolz das gute Stück (750 Mark der DDR) nach hause.
Außer geraden Nähten bei Gardinen, Tischdecken oder Kissen war kein Nähbedarf.
Nun stand sie schon viele Jahre unbenutzt. Sie mußte aber nun in Gang gesetzt werden, weil ich mir Jeans kürzen mußte- bei mir eine Seltenheit, meistens sind sie zu kurz.
Also Maschine wieder hervorgeholt. Aber sie hat gestreikt. Viele Jahre nicht benutzt waren die Fette wohl so fest, daß sich nichts bewegte.
Mit einem Sprayhat mein Mann aber alles wieder gangbar gemacht und die Hosenbeine wurden nun gekürzt.
Ich verspreche Dir, liebes Maschinen, daß Du nun öfter ran mußt.
Die Firma Veritas war eine Markenfirma in der DDR und ich denke mal, daß wir so wenig und so selten was von diesen Produkten abbekommen haben, weil vieles in den Export ging.


Kommentare:

  1. Hallo liebe Brigitte, ist schon ein Ding wie lange man in der DDR warten musste um eine Nähmaschine und auch andere Dinge zu ergattern.
    So etwas kennt unsereins ja gar nicht, da lag es dann höchstens mal am fehlendem Geld.
    Schön, dass sie wieder schnurrt und zum Einsatz kommt. :-) Meine Tante hat auch immer viel und gerne genäht, auch nach Schnittmustern.
    Mir fehlt leider das Talent und die Lust zu nähen.

    Liebe Grüße. Bina

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  2. Ich finde es toll, wenn man solche alten Dinge wieder in Stand setzt, damit sie weiterhin gute Dinge verrichten können.
    Gerade im Zeitalter unserer Wegwerfgesellschaft hat dein Mann jetzt wirklich großartige Arbeit geleistet und ich hoffe, sie wird dir noch viele gute Dienste erweisen können.

    Meine Tante hatte auch eine ganz alte Singer mit Metallbrett zum Treten.

    Ich habe selbst eine elektr. Pfaff, sie ist aber auch schon über 30 Jahre alt, aber sie schnurrt wie ein junges Kätzchen.
    Früher habe ich auch Sachen für meine Tochter genäht, jetzt mache ich damit fast nur noch Ausbesserungsarbeiten und Hosenbeine kürzen.
    Und wenn meinem Enkel mal wieder die Embleme seiner Fußball-Trikots sich beim Waschen gelöst haben, dann weiß er, wer die wieder annähen kann.....kicher!

    LG Christa

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  3. ja der name veritas ist bekannt. schön das du sie wieder nutzt, bin gespannt ob nicht nur hosenbeine gekürzt werden ;-)
    LG

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  4. Bei uns in Berlin gab es einen Veritasladen, bei dem aber immer so viele Vietnamesen anstanden, dass es wirklich ein Glückstreffer war, eine abzubekommen. Zum Glück wollte ich keine aber noch heute erinnern wir uns an die Schlange, wenn wir an der Ecke vorbeifahren, in der der Laden war. Schön, dass ihr das gute Teil wieder in Gang bekommt habt.
    Liebe Grüße!

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  5. intressant so was zu lesen wie man eine Nähmaschine bekam damals..
    Da wünsche ich dir viel Spass an der Freud!
    Danke für deine lieben Kommentare auf meinen Blogs..
    Lieben Gruss Elke

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  6. Unvorstellbar, dass man auch wegen einer Nähmaschine anstehen musste ...
    Meine ersten Stiche hatte ich auf einer alten *Singer-Tret-Maschine* *gg* das waren noch Zeiten, als es in der Schule Handarbeitsunterricht gab ... *langes Fädchen, faules Mädchen* ... LG Sylvia

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